Der "Hai" im Kartenteich
Der "Poker Hai", das ist eine landläufige Bezeichnung, deren Bedeutungen und Herkunftsgeschichte nun im Folgenden Gegenstand sind. Grundsätzlich handelt es sich um eine Übersetzung der englischen Vokabel "Poker Shark" oder, um den allgemeineren Begriff zu nennen, "Card Shark". Ursprünglich, nämlich im 17. Jahrhundert, hatte die englische Sprachgemeinschaft den Begriff "Shark" wiederum aus dem Deutschen entlehnt: "Schurke" war das Ursprungswort und füllte fortan bedeutungsmäßig nicht nur die englische Bezeichnung, sondern auch die deutsche Übersetzung aus. Anders gesagt: Der "Poker Hai" wäre hiernach zunächst jemand, der sich mit einem "schurkenhaften" Ziel an den Spieltisch setzt (man erinnere sich an das Parallelbeispiel: "Kredithai"; ebenfalls von "loan shark" bzw. Kreditschurke abgeleitet) . Somit geht es also hier um einen Betrüger, Falschspieler. Einem solchen "Kartenspielbetrug" jedoch wurde und wird stets unterstellt, dass dieser weitgehend unbemerkt vollzogen wird: Der "Täter" muss also über Taschenspieler-Fähigkeiten verfügen (die gleichzeitig ebenso als Zauberkunststücke aufgeführt werden könnten), die er, reisend, an verschiedenen Orten bei Kartenrunden ausübt.
Die Intelligenz des "Bösen"
Diese Fähigkeit enthüllt jedoch ebenfalls einen gewissen Intelligenzgrad. Um dies wiederum anzudeuten, hatte sich weit vorher bereits der Begriff "Card Sharp" etabliert, der im Zusammenhang steht mit dem englischen Begriff "a sharp mind", was so viel heißt wie "ein brillanter Geist". Und noch ein Begriff ist in der englischen Sprache bis heute geläufig: "Card Snark". Zum einen hatte Lewis Carroll, Autor von "Alice im Wunderland", im Jahre 1876 noch einen anderen Roman geschrieben. Nämlich: "The Hunting of the Snark". Hier geht es um ein Fantasiewesen, ein Tier, welches seinen Jägern immer einen Schritt voraus ist und somit nicht oder nur sehr schwierig gefangen werden kann. Zum anderen: "snark" lässt sich in der heutigen Zeit als eine Zusammenziehung der Worte "snide" (schneiden) und "remark" (Bemerkung) herleiten und wird auch so genutzt. Spielen Sie in Online Casinos Test verschiedene Spiele.
Vier Arten von "Poker Haien"
Somit erstreckt sich das deutsche Wort "Poker Hai" nun auf vier Bedeutungsebenen:
(a) Ein Pokerspieler, der sich stets in der Absicht trägt, andere (schwächere) Spieler rücksichtslos "auszutricksen", indem er z. B. Trickspielerstrategien anwendet, die er bewusst der Wahrnehmung der Mitspieler entzieht.
(b) Ein Pokerspieler, der bewundernswert geübt ist; also durchaus die Fähigkeiten eines praktischen Experten im (durchaus fair verlaufenden) Spiel anwendet.
(c) Ein Pokerspieler, der (nicht notwendigerweise in böser Absicht) einfach nicht zu schlagen ist; auf Pokerspieler mit Glückssträhnen könnte dies zu übertragen sein.
(d) Ein Pokerspieler, der nicht nur "gut" ist, sondern dies auch in einem unsozialen bzw. arroganten Verhalten zum Ausdruck bringt. Wichtig: Wo immer nun die Bezeichnung "Poker Hai" fällt, kann sie folglich eine andere Bedeutung haben. Somit entscheidet es die präzise Situation, "wie es gemeint ist", oder "wie man es selbst anwenden kann": entweder bewundernd, anerkennend bzw. beglückwünschend oder als Anklage oder aus einer Empörung heraus.
Mischen oder nicht, das bleibt hier die Frage
Geht es nun um den oben erwähnten Trickspielbetrug, so steht geübten Kartenspielern hier eine Palette an Strategien zur Verfügung, die sie sich individuell zum Zwecke der Täuschung anderer angeeignet haben. Eine Wichtige ist z. B., darauf zu achten, nur ein Kartenmischen vorzutäuschen. Entweder geschieht dies teilweise (indem der Spieler ständig überwacht, wo sich eine bestimmte Karte befindet), oder vollständig (Bewegungen des Kartenmischens werden in hoher Schnelligkeit simuliert, ohne dass im Nachhinein die von dem Spieler selbst vorbereitete Reihenfolge verändert würde). Weiterhin kann auch die Fähigkeit gemeint sein, beim vermeintlichen "Mischen" gewünschte Karten an die oberste, unterste oder sonst eine vorteilhafte Position zu verbringen; ebenfalls das "Geben" kann manipuliert werden: Man nimmt nicht die von der Spielergemeinschaft erwartete Karte, sondern täuscht dieses durch schnelles Agieren nur vor. Auch kann es darum gehen, gesamte Kartenspiele mit Spielen zu vertauschen, die speziell angeordnete Karten enthalten. Ebenso sind in bestimmten Fällen Trickspielteams am Werk, auch Pärchen, die sich einer Spielrunde anschließen und vorgeben, einander nicht zu kennen. Hier hat man zumeist Zeichen eines persönlichen Codes vereinbart, die von anderen Mitspielern nicht als solche erkannt werden.
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Auch virtuell: Poker Haie einmal anders
Doch � im Online-Zeitalter � wäre es verfehlt, allein den Betrug auf dem physikalisch so vorhandenen Kartentisch zu thematisieren. Die Wirtschaft jener Softwareentwickler floriert nämlich gleichfalls, die versuchen, Programme zur Manipulation von Online-Casinos zu entwickeln. Prinzip hier: Nachdem sich ein solcher Trickbetrüger in einem Online-Pokerraum angemeldet hat, "spielt" die Software an seiner Stelle. So kann der Spieler � für andere unverständlich � Gewinnreihen mit Assen erhalten oder sogar auch Einblick in die sonst verdeckten Karten seiner Gegner. Betreiber der Portale sind sich dessen bewusst und versuchen, ihnen bekannte Sicherheitslücken durch regelmäßige Sicherheitsupdates zu schließen. Doch dies, so weiß man auch in der Branche, wird vor Poker Haien an dieser Stelle nicht vollends schützen können.
Der Kartenwert, gelesen von hinten
Abschließend wird nun noch eine grundsätzliche Strategie von Tisch-Trickspielern genauer beschrieben. Die Prinzipien haben bereits Tradition, jedoch ihre Variationen werden von den geschädigten Mitspielern zuweilen nicht sofort erkannt. Es geht hier um die "gezinkten" Karten. Man notiert auf (oder graviert in) die Rückseiten von Spielkarten deren Werte. Dies kann auch bereits in einem vorpräparierten Kartenspiel vorliegen: Innerhalb des scheinbar gleichmäßig gestalteten Rückenmusters der Karten sind nur für Eingeweihte erkennbare Zeichen versteckt. Ebenso jedoch sind Trickspieler darauf vorbereitet, während eines laufenden Spiels die Karten zu "zinken", etwa, indem sie dies mit einer an ihrem Ring befindlichen Nadel oder anderen Hilfsmitteln vollziehen.